Wie entstehen Hexenringe?

hexenring

Hobbygärtner hassen die kreisförmigen Ansammlungen von Pilzen, die die ganze Rasenästhetik verderben. Für das Phänomen sind natürlich nicht Naturgeister verantwortlich, sondern die Beschaffenheit des „Feindes“: Hexenringe sind Teil eines einzigen, unterirdischen Organismus. Stängel und Hut sind nur das sichtbare Ende einer Lebensform, deren größter Teil aus fadenförmigen Zellen besteht und die im Erdreich lebt.

Im Fall von Hexenringen breitet sich so eine fadenartige Pilzstruktur von einem zentralen Punkt in alle Richtungen gleichzeitig aus. Gehen ihr die Nährstoffe aus, bildet sie an ihren äußersten Enden schnell noch Fruchtkörper – im Volksmund Pilze – und stirbt. Sind die Gegebenheiten im Boden ungünstig, reicht es vor dem Exitus nur für dunkleres Gras.

Rund 60 Pilzarten in Europa besitzen die Fähigkeit, sich kreisförmig auszubreiten, in Gärten, auf Wiesen oder Waldböden. Je jünger sie sterben, desto kleiner ist der Hexenring. Normalerweise erreicht er einen Durchmesser von 20 Zentimetern bis wenigen Metern.

Doch Hexenringe können auch sehr alt werden. Der bislang größte Ring wurde im Jahr 2000 im US-Staat Oregon entdeckt. Er breitet sich in 90 Zentimetern Tiefe über 880 Hektar aus – das entspricht einem Alter von 2400 Jahren. (WIN)

 

Foto: Christine Braune  / pixelio.de

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