Was sind Romance Scammer?

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Ein Traumpartner! Gut aussehend wie Richard Gere oder Grace Kelly, niveauvoll, witzig und auch noch firm im Web 2.0… Singles, die auf Datingseiten von solchen Exemplaren kontaktiert werden, sollten lieber auf ihre Alarmglocken lauschen. Denn Romance Scam, zu Deutsch Liebesbetrug, erlebt im Internet gerade eine rauschende Renaissance.

Die Gaunerei läuft immer gleich ab: Der meist im Ausland lebende Betrüger sucht auf Social-Media-Seiten ein liebesbedürftiges Opfer. Dieses umgarnt er mit viel Witz, Redetalent und romantischen Gefühlsäußerungen, oft Monate lang und vorzugsweise per E-Mail. Schließlich sollen die Betreiber namhafter Seiten keinen Verdacht schöpfen. Irgendwann kommt dann der Moment, in dem die Internetliebe dringend Geld braucht – für den Hochschulabschluss, die Herzoperation der Mutter, als Vorschuss für ein verspätetes Gehalt. Besonders charmante Schwindler bitten um Geld für ein Flugticket zum Opfer, oder für die Telefonrechnung, die sie bezahlen müssen, um weiter mit dem Opfer turteln zu können.

Die britische Psychologin und Expertin für neue Medien Monica Whitty folgert aus Beobachtungen an 2000 Usern, dass in den letzten zwei Jahren alleine in Großbritannien 200.000 Menschen solchen Betrügereien zum Opfer gefallen sind. Für Deutschland gibt es keine Zahlen. „Beim Online Romance Scam handelt es sich jedenfalls um ein stark unterschätztes Verbrechen“, so Whitty, „da die Opfer aus Scham keine Anzeige erstatten. Dabei erleiden sie ein doppeltes Trauma. Sie verlieren Geld und bleiben mit gebrochenem Herzen zurück. Das ist schlimmer als alles andere.“ (WIN)

 

Laut der australischen Internetseite www.Scamwatch.gov.au sind Romance Scammer daran zu erkennen:

– Ihr Profilbild sieht aus wie aus einer Zeitschrift oder stimmt nicht mit dem überein, was sie erzählen.

– Sie werden schon nach kurzer Zeit sehr gefühlvoll

– Ihre Mails sind in schlechtem Deutsch oder Englisch verfasst, beinhalten aus Zeitungsartikeln kopierte Sequenzen

– Sie sprechen ihre Opfer gelegentlich mit dem falschen Namen an

– Kommt nach der ersten Bitte kein Geld, werden ihre Mails hoch dramatisch

 

Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

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