Warum wacht man vom eigenen Schnarchen nicht auf?

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Manche Männer schnarchen so laut, als müsste davon das Haus einstürzen. Zwischen 20 und 80, dem Guinnessbuch der Rekorde zufolge sogar bis 93 Dezibel kann das Geflatter von Gaumensegel, Rachenmandel und Zäpfchen erreichen! Das ist so laut wie ein kleiner Presslufthammer. Genervte Partnerinnen fragen sich da, warum der Schnarcher bloß davon nicht selbst aufwacht.

Die Antwort lautet: Aus Gewohnheit. Grundsätzlich ist das Gehör ein wichtiges Alarmorgan während des Schlafs. Die Informationen, die es an das Gehirn weiter leitet, werden von diesem allerdings nach „alarmierend“ und „ungefährlich“ sortiert. Ist das Schnarchen auch noch so laut, es landet fast immer in der harmlosen Kategorie. Und zwar deshalb, weil es nicht plötzlich auftaucht, sondern im Laufe der Jahre angeschwollen ist. So hatte das nächtliche Alarmsystem genug Zeit, um es langsam ins „Normalprogramm“ zu integrieren. Diese Art der Gewöhnung funktioniert mit jedem Geräusch, was zum Beispiel der gute Schlaf langjähriger Flughafenanwohner beweist.

Manchmal wacht der Schnarcher dennoch von seiner lauten Atmung auf, vor allem dann, wenn ihn das Schnarchen in Luftnot bringt. Schlaf-Apnoe nennen das Schlafforscher. In 70 Prozent aller Fälle haben Apnoiker aber solche Vorfälle bis zum Morgen vergessen.

Fest steht, dass es geplagten Partnern leider nichts hilft, sich im Tiefschlaf an das Schnarchen des Liebsten zu gewöhnen. Denn die Tiefschlafphasen von Paaren verlaufen nicht synchron, so dass, wenn der eine im Tiefschlaf sägt, der andere im leichten Schlaf gerade jeden Floh husten hört.

Foto: Christof Zach  / pixelio.de

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