Warum liegen tote Insekten immer auf dem Rücken?

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Wenn Fliegen, Käfer und Co mit den Beinen in der Luft reglos auf dem Fensterbrett liegen, fragt man sich, ob sie auf den Rücken gefallen, nicht mehr hoch gekommen und dann hilflos verhungert sind. Das ist natürlich nicht so. Die Brummer liegen auf der Kehrseite, weil der – vorher eingetretene – Tod sie in diese Position befördert hat.

Dass die Rückenlage statistisch am wahrscheinlichsten ist, leuchtet ein, wenn man bedenkt, wie Insekten gemeinhin so sterben. Zum Beispiel im Flug, oder in einer erhöhten Position: Erwischt sie dort ein Feind oder der natürliche Tod, lassen die Gesetze der Aerodynamik ihren Körper mit der Flügelseite voran nach unten fallen.

Stirbt ein Insekt dagegen an Gift, kann es seinen Körper nicht mehr richtig koordinieren, zuckt und landet dabei wahrscheinlich auch irgendwann auf dem Rücken. Da es vom Gift geschwächt ist, schafft es in diesem Fall die Wende nicht mehr und verendet in dieser Lage. Finden Fliegen oder Käfer aber den Tod aus Altersschwäche, landen sie ebenfalls leicht in der Rückenlage. Denn beim friedlichen Dahinscheiden entspannen sich die Beine, knicken ein – und lassen den Körper schon beim nächsten Lüftchen auf die Rückseite kugeln.

Zur Beruhigung: Ein gesundes Insekt, das auf den Rücken fällt, kann sich durch kräftiges Strampeln sehr wohl wieder auf die Beine bringen.

Foto: Angelika Wolter  / pixelio.de

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