Warum können Löwen so laut brüllen?

loewe

Das „Roarr!“ eines Tigers oder Löwen geht nicht arglosen Safariteilnehmern genau so wie Einheimischen der afrikanischen Savanne durch Mark und Bein. Bisher glaubten Biologen, dass eine dicke Fettschicht den Stimmfalten der Raubkatzen eine größere Resonanzoberfläche verleiht. Doch nun haben Forscher der Universität Iowa heraus gefunden, dass es die Form ist, die den Ton macht: Löwen- und Tigerstimmfalten (im Volksmund Stimmbänder genannt) sind rechteckig statt, wie bei anderen Säugern, dreieckig. Das verleiht ihnen besondere Klangeigenschaften.

Die Rolle des Fetts im Löwenhals dient der schlaueren Konstruktion: Es ist genau so um die Klang erzeugenden Muskeln angeordnet, dass es deren Dreiecksform zum Quadrat erweitert und gleichzeitig Blutgefäße abpolstert. Diese Form hält starken Schwingungen stand und „lässt die Stimmfalten besonders gut auf Luftströme reagieren“, erklärt Tobias Riede, Co-Autor der Studie, „das Ergebnis ist lautes Gebrüll bei geringem Lungendruck.“

Zudem, vermuten die Forscher, dient das Fett auch als Reparaturmaterial. Ist beim schrecklichen Knurren seiner Majestät doch mal ein Äderchen im Hals geplatzt, steht genug Gewebe bereit, um die Verletzung schnell zu heilen. Ein Extra, das nur Raubkatzen haben, denn bei anderen Säugetieren ist Fett an den Stimmfalten sehr selten. (WIN)

 

Foto: michael schaffler  / pixelio.de

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