Warum ist Kartoffelsalat so gesund?

kartoffel

Gekocht, im Ofen gebacken oder als Salat – Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Im Auftrag der US-Kartoffelwirtschaft testete die Universität North Dakota (USA) jetzt, welche Zubereitungsart besonders gesund ist. Dabei staunten die Forscher vor allem über die Vorzüge gekühlter Knollen.

Vor allem auf den Gehalt an resistenter Stärke, den die Kartoffeln nach der Zubereitung hatten, achteten die kochenden Ökotrophologen. Denn resistente Stärke, eine Form von Kohlehydraten, wird von der menschlichen Verdauung lange nicht verarbeitet, weswegen sie wie Ballaststoffe den Betrieb anregt und als gesund gilt. Weder die Enzyme des Magens noch des Dünndarms spalten resistente Stärke, so dass sie den menschlichen Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe jagt wie normale Stärke. Erst der Dickdarm kriegt den Nährstoff klein und verwandelt ihn in Gase, von denen sich seine lebensnotwendigen Bakterien ernähren. Außerdem vermuten Ernährungswissenschaftler, dass resistente Stärke den Cholesterinspiegel senkt und Gallensäure abbaut.

In sechs Tage (!) lang gekühlten Kartoffeln war der Anteil an resistenter Stärke am höchsten: 4,3 Gramm pro 100 Gramm Kartoffeln – egal ob sie zuvor gekocht oder gebacken wurden. Gleich danach folgen frische Ofenkartoffeln (3,6 g) und zunächst gekühlte, dann wieder aufgewärmte Kartoffeln (3,5 g). Gekochte Pellkartoffeln sind zwar leicht verdaulich und machen kein Theater im Dickdarm, dafür setzen sie aber am meisten an und haben den geringsten gesundheitlichen Effekt. Kartoffelsalat aus mehrere Tage lang gekühlten Baked Potatos wäre also der Gewinner aller Kartoffelgerichte. (win)

Foto: Carina Lauer  / pixelio.de

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