Gibt es Akupunktur ohne Nadeln?

Akupunkturpuppe

Akupunkturpuppe Foto: Harald Wanetschka / pixelio.de

 

Bewiesen oder nicht, Akupunktur hilft vielen Menschen, Krankheiten oder Süchte zu überwinden. Sie zünden sich lieber ein Zigarettchen an, statt sich ins Ohr pieksen zu lassen? Kein Problem, mit Elektroakupunktur, Laserakupunktur oder Shonishin wird inzwischen völlig nadelfrei behandelt.

 

Zugegeben, die erste Methode erfordert Fantasie: Bei der Elektroakupunktur nach Dr. Reinhard Voll misst der Heilpraktiker mit einem 900-Millivolt-Punktdetektor den elektrischen Widerstand an rund 120 Körperstellen. Weicht einer von der Norm (95 Kiloohm) ab, liegt eine Erkrankung vor – und der Therapeut punktiert erneut, wobei der Patient nun ein Medikament in der Hand hält. Normalisiert sich dabei die Ohmzahl, ist es das richtige…

 

Methode zwei, die Laserakupunktur, ist da geerdeter. Hier arbeitet der Praktiker mit einem Softlaserstift, ähnlich den Laserpointern aus dem Büro. Statt mit Nadeln zielt er mit Lichtwärme auf die klassischen Energielinien der Akupunktur und bringt darin den Fluss des „Chi“ (der Lebenskraft) wieder ins Lot. Wofür immerhin ein Lasergerät und Schutzbrillen nötig sind.

 

Die dritte Methode, das japanische Shonishin, ist dagegen betörend einfach: Der Therapeut verwendet dabei nur ein Set von stumpfen Nägeln, Feilen und Spachtelchen, mit denen er sanft über die Energielinien des Patienten streicht oder klopft. Pieksfrei, kabellos und höchstens 15 Minuten. „Die Methode eignet sich gut für Kinder“, sagt der Arzt und Shonishin-Experte Thomas Wernicke aus Hochheim, „sie löst aber auch bei Erwachsenen mit Nadelangst Beschwerden wie Schlafstörungen, Migräne und vieles mehr.“ Für Raucher wird die Akupunktur so zur Streicheltherapie – und sicher einen Versuch wert.

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